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Dezember 2019 – Nuckeln, Schnuller, Mund­atmung

Das Nuckeln ist eine typische Verhaltensweise bei Säuglingen und kleinen Kindern – es gehört zu den angeborenen Reflexen und wird schon im Mutterleib ausgeübt. Bei Kleinkindern ist diese Angewohnheit jedoch – neben den erblich bedingten Ursachen – oft Auslöser für Zahn- und Kieferfehlstellungen. Weil sich das Kindergebiss im Wachstum befindet, können diese Fehlstellungen besonders leicht entstehen.

Dauerhaftes Nuckeln schädlich

Der Gebrauch eines Schnullers oder das Daumenlutschen ist für die Zahnstellung nicht grundsätzlich schädlich – vorausgesetzt, Kinder gewöhnen sich diese Angewohnheiten („Habits“) rechtzeitig ab. Nuckeln sie ab einem Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren dauerhaft weiter, entsteht vielfach ein offener Biss: Zwischen den oberen und unteren Frontzähnen bleibt beim Zusammenbeißen eine Öffnung bestehen.

Tipps zum Thema Schnuller

  • Schnuller, bei denen das Gummisaugstück vorn abgeschrägt und der obere Teil an die Gaumenform angepasst ist, sind sogenannte kiefergerechte Schnuller. Mit ihnen trainiert Ihr Baby bzw. Kleinkind die Mundmuskulatur.
  • Vielen Kindern fällt ein Verzicht leichter, wenn sie den Schnuller nur zum Schlafen benutzt haben. Gewöhnen Sie Ihr Kind möglichst frühzeitig daran, den Schnuller sofort nach dem Aufstehen beiseite zu legen.
  • Empfehlenswert ist es, den Abschied vom Schnuller mit einem Ritual wie einem „Schnullerbaum“ oder einem Geschenk als „Gegenleistung“ zu verbinden. Möglicherweise nimmt ihn der Osterhase oder der Weihnachtsmann mit und lässt dafür etwas anderes Schönes da.

Saugen am Trinkfläschchen

Auch der Sauger von Trinkfläschchen kann Fehlstellungen verursachen – wenn das Fläschchen sehr häufig zum Nuckeln zur Verfügung steht. Etwa ab einem Alter von sechs Monaten ist die Umstellung auf eine Schnabeltasse empfehlenswert.

Fehlstellung durch Mundatmung

Weitere Probleme können durch häufige Mundatmung entstehen. Dabei liegt die Zunge nicht am Gaumen an, dem Oberkiefer fehlt der wachstumsfördernde Druck der Zunge. Die Folge: Der Oberkiefer entwickelt sich häufig nicht optimal.

Abhilfe können Atem- und Motorikübungen sowie eine kieferorthopädische Behandlung schaffen. Es sollte aber immer untersucht werden, welche Ursache hinter dieser Angewohnheit steht.

 

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